Baubüro Walter - Sachverständiger
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Energieausweis

Aufgrund steigender Energiekosten spielt die Energieeffizienz eines Gebäudes für den Betreiber eine immer bedeutendere Rolle.

 

Zur einfachen Vergleichbarkeit der Energieeffizienz von Gebäuden wurde aus diesen Gründen der Energieausweis entwickelt. Mit diesem Instrument können verschiedene Liegenschaften in Punkto Energieeffizienz verglichen werden.

 

Der Energieausweis ermittelt die zu erwartenden energetischen Aufwendungen für den Betrieb eines Gebäudes. Darin inbegriffen sind die Energien für Heizung, Lüftung, Warmwasser, Beleuchtung, Klimatisierung und die damit verbundenen Betriebs- und Rohrleistungsverluste.

 

Zu Ermittlung dieser wird ein jeweiliges durchschnittliches Norm-Nutzerverhalten zugrunde gelegt. Das individuelle Nutzerverhalten des Einzelnen kann von diesem Normnutzerverhalten jedoch stark abweichen. Deshalb können aus dem Energieausweis nicht explizit die zu erwartenden Energiekosten abgelesen werden.    

 

Bei der Erstellung von Energieausweisen für Altimmobilie sollten jedenfalls mögliche Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz ermittelt werden.

 

 

Bestimmt haben Sie auch schon mal von der EnEV gehört. Gemeint ist die "Energieeinsparungsverordnung" und davon gibt es einige. Am 21.11.2013 wurde die EnEV 2014 im Bundesgesetzblatt Nr. 67 veröffentlicht und tritt damit am 1.5.2014 in Kraft. Darin stecken für Hausbesitzer einige Neuerungen bezüglich Heizkessel, Energieausweis oder Wärmedämmung, die Sie kennen sollten.

 

 

Was die Energieeinsparungsverordnung regelt

 

Eine Energieeinsparverordnung gibt es schon länger. Die trug bisher den Namen „Energieeinsparverordnung 2009“ (kurz EnEV) und trat am 1.10.2009 in Kraft. Ab dem 1.5.2014 tritt die „Energieeinsparverordnung 2014“ in Kraft.

 

Die Energieeinsparverordnung regelt die energetischen Anforderungen an Neubauten. Will ein Eigentümer sein Gebäude sanieren, gibt sie vor, in welcher energetischen Qualität er bestimmte Modernisierungsmaßnahmen auszuführen hat.

 

Die Energieeinsparverordnung 2009 löste die bis dahin noch geltende Wärmeschutzverordnung ab und regelte unter anderem die Einführung des Energiepasses und den Austausch von alten Heizkesseln, die vor dem 1.10.1978 in Betrieb genommen wurden.

 

Sie wirkte sich jedoch nicht unmittelbar auf die Umlage der Betriebskosten aus, sondern regelte viele technische Maßnahmen zur Energieeinsparung wie z. B., dass die oberen, begehbaren Geschossdecken gedämmt werden müssen.

 

 

Ab wann die neue EnEV 2014 gilt

 

Am 16.10.2013 hat nun die Bundesregierung einige Änderungen in der Energieeinsparverordnung (EnEV) beschlossen und ihr auch einen neuen Namen gegeben: Die Energieeinsparverordnung 2014. Zuletzt hatte der Bundesrat am 11.10.2013 dem Gesetz zugestimmt, allerdings Änderungswünsche vorgebracht, die nun quasi in letzter Sekunde doch noch ins Gesetz gewandert sind.

 

Am 21.11.2013 wurde die Energieeinsparverordnung 2014 im Bundesgesetzblatt verkündet. Die EnEV 2014 mit Änderungen zum Energieausweis, der Energieeffizienz usw. kann erst zu Beginn des 6. Monats nach Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten. Das wird im Mai 2014 der Fall sein. 

 

 

Wann Sie einen neuen Energieausweis brauchen

 

Nach der neuen Energieeinsparverordnung 2014 müssen unter anderem die Energieausweise um Energieeffizienzklassen erweitert werden. Die Regelung betrifft allerdings nur neue Energieausweise für Wohngebäude, die nach dem Inkrafttreten der EnEV 2014 ausgestellt werden.

 

Das heißt: Haben Sie bereits jetzt schon für das Wohngebäude, das Sie verkaufen oder vermieten wollen, einen gültigen Energieausweis nach bisherigem Recht – also noch ohne die zusätzliche Angabe einer Energieeffizienzklasse – können Sie den nach wie vor verwenden.

 

Wo Sie den Energieausweis künftig vorlegen müssen

 

Bisher mussten Sie die Energieausweise lediglich dem Mieter oder Käufer „zugänglich“ machen. Mit der EnEV wird nun exakt festgelegt, dass Sie den Energieausweis schon zum Besichtigungstermin für das Kauf- bzw. Mietobjekt vorlegen. Dem Mieter bzw. Käufer muss später eine Kopie bzw. das Original ausgehändigt werden.

 

Was Sie neuerdings in Ihre Anzeige schreiben müssen

 

Neu ist auch das: Wollen Sie eine Immobilie verkaufen oder vermieten, müssen Sie künftig die energetischen Kennwerte aus dem Energieausweis in Ihrer Anzeige mit angeben.

 

Besitzen Sie allerdings noch einen Energieausweis aus der Zeit vor Inkrafttreten der EnEV 2014, müssen Sie die Energieeffizienzklasse nicht in Ihrer Immobilienanzeige angeben.

 

Welche alten Heizkessel bald raus müssen

 

Das „Aus“ steht dem sogenannten Konstanttemperatur-Heizkessel bevor. Gemeint sind Standard-Heizkessel, die ihre Temperatur nicht, wie modernere, der gefragten Heizleistung entsprechend anpassen können und noch mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden.

 

Sind die älter als 30 Jahre, müssen Sie die ab 2015 außer Betrieb nehmen. Bisher galt diese Regelung nur für Kessel, die vor 1978 eingebaut wurden. Jetzt gilt sie für Heizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden. 

 

Haben Sie jedoch einen Brennwertkessel oder Niedertemperaturheizkessel, der einen besonders hohen Wirkungsgrad hat, dürfen Sie den auch weiter betreiben.

 

Wichtig: Das Stilllegungsgebot in der neuen EnEV 2014 gilt ebenfalls nicht für selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser.

 

 

Was für Ein- und Zweifamilienhausbesitzer gilt 

 

Für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die am 1.2.2002 in diesen Häusern mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben, gilt die bereits seit der EnEV 2002 bestehende Regelung für Heizkessel fort. Danach kommen sie um die Austauschpflicht herum.

 

Allerdings: Im Falle eines Eigentümerwechsels muss der neue Eigentümer den Kessel innerhalb von 2 Jahren austauschen.

 

 

Die neuen Regelungen der EnEV 2014 gelten hauptsächlich für Neubauten

 

Die Neuerungen, die die EnEV 2014 mit sich bringt, betreffen vor allem Neubauten. So soll beispielsweise der zulässige Jahres-Primärenergiebedarf aller Neubauten nach dem Bundesratsbeschluss ab dem 1.1.2016 um 25 % sinken. Der Wärmeverlust der Gebäudehülle muss um durchschnittlich 20 % verbessert werden. 

 

Bestandsgebäude sind von diesen Verschärfungen ausgenommen. 

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